BBK Düsseldorf / Kunsttermine 01.12.2020

FRESH POSITIONS - Neues aus der Kunstakademie WIRD VERSCHOBEN

Ort: BBK Kunstforum Düsseldorf, Birkenstr. 47, 40233 Düsseldorf

STATUS QUO?

STATUS QUO?
Eine künstlerische Reise durch die Covid-19 Pandemie
in 4 Akten im realen und im virtuellen Raum

Dienstag, 1.12.2020, 19:00 – 20.30
Veranstaltungsorte: WELTECHO Chemnitz und BBK Kunstforum Düsseldorf, per Livestream

Eine Koproduktion zwischen ensemble 01 Chemnitz und dem zamus Köln

Konzept: Fiona Stevens
Künstlerische Ausarbeitung: David Erler, Katja Heinrich, Jan Krawczyk, Ruth Petrovitsch, Fiona Stevens, Noam Zur
Aufführende: ensemble 01 Chemnitz sowie David Erler (Altus), Katja Heinrich (Schauspiel), Jan Krawczyk (Schauspiel), Bernadett Meszaros (Cembalo), Fiona Stevens (Violine), Noam Zur (Live-Elektronik)
Musik: Johann Christoph Bach, Johann Sebastian Bach, Antonio Caldara, Iris ter Schiphorst, Abigél Varga, Noam Zur.

In 4 Akten erzählen wir eine emotionale Geschichte von Kulturschaffenden, wie sie die Covid-19 Krise getroffen hat und welche Lebensreise sie seitdem gemacht haben.
Die Akte finden im Wechsel in Nordrhein Westfalen und in Sachsen statt. Der Akt aus dem einen Bundesland wird per Livestream dem Publikum im jeweils anderen Bundesland in den jeweiligen Veranstaltung-Saal übertragen. Die komplette Aufführung ist auch als Livestream online zugänglich unter: …

Die Aufführenden dieses Projektes fanden erst während und wegen der Pandemie zueinander, sie haben zuvor nicht zusammengearbeitet. Die künstlerischen Absprachen fanden fast ausschließlich digital oder telefonisch statt. Selbst zur Aufführung werden sich die beteiligten Künstler*innen (durch die Verteilung auf mehrere Spielorte) teilweise nicht persönlich begegnen.
Hiermit möchten wir einen Weg zeigen, auch in solch einer Pandemie-Situation künstlerisch und kreativ zu sein, ohne dass auf herkömmliche in-situ Treffen zurückgegriffen werden kann Der Erfindungsreichtum der Kulturschaffenden, v.a. der freien, sowie die digitalen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts bieten neue Formen für einen Austausch zwischen Künstlern und Publikum..

Aufführungsdatum: Di. 1.12.2020 von 19:00 – 20.30
Aufführungsorte: WELTECHO Chemnitz und BBK Kunstforum Düsseldorf
Die Länge der Akte sind mit ca. 20 Minuten dem klassischen Podcast angelehnt. Jeder Akt kann als emotionale Geschichte für sich stehen, eine Mini-Oper im To-Go Format, die schließlich zu einem Gesamtkunstwerk werden kann.

Akt 1 (Düsseldorf) „Stillstand: Verwirrung“
Stellvertretend für den Konzertalltag des 21. Jahrhunderts steht die Sonate für Solo-Geige von Paul Ben-Haim. Mit dem Stück A month of Sundays für Sologeige und Live-Elektronik versucht Noam Zur die Verwirrung darzustellen, die er als bislang gut gebuchter Dirigent fühlte, mit einem Schlag unverschuldet vor einer unabsehbar langen Zwangspause zu stehen. Die „Ferien“, die freie Zeit, nach der man sich sein Leben lang sehnt, sind schwer zu akzeptieren, da es unklar ist, wann – oder ob – es wieder im Beruf weiter geht.
Untermalt wird diese Reise mit Texten von Hermann Hesse, Samuel Beckett und Erich Fried, vorgetragen von der Schauspielerin Katja Heinrich.

Akt 2 (Chemnitz) „Trauer … Solidarität!“
Mit Musik von Johann Christoph Bach für Altus, Streichquartett und Cembalo, einer Neukomposition von Abigél Varga mit Vertonung eines Textes von David Erler sowie einem Text von Monika Grütters, vorgetragen von Jan Krawczyk, bringt dieser Akt die Trauer über den Verlust der „Normalität“ zum Ausdruck sowie der Aufruf, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Akt 3 (Düsseldorf) „Verzweiflung ? Zuversicht“
Die C-Dur Sonate für Geige Solo von J. S. Bach beschreibt eine Krisenbewältigung und die Verwandlung der Verzweiflung in Zuversicht. Das Stück wird im Film gezeigt und von Barockgeige und Schauspielerin live kommentiert, durch eine Komplementär-Komposition von Noam Zur. Der Akt steht auch dafür, dass man zu Shutdown Zeiten keine andere Wahl hatte, als alleine zu musizieren oder sich selbst zu begleiten, wie es zahlreiche Videos aus der Zeit belegen.

Akt 4 (Chemnitz) „Neubeginn & Aufbruch“
Der Schlussakt möchte Aufbruch und Zuversicht zeigen. Eine Arie von Antonio Caldara wird durch eine Neukomposition von Abigél Varga ergänzt, die Lyrik von Erich Fried vertont. Es erklingt „Aus Liebe…” von Iris ter Schiphorst; weitere gesprochene Texte verdeutlichen, dass wir nur gemeinsam in und mit der Kultur die derzeitige Krise überwinden können.

ensemble 01 Chemnitz

WELTECHO

zamus

Ermöglicht wurde diese Aufführung durch die Kulturstiftung des Bundes (ensemble 01), durch Künstlerstipendien des Landes NRW (Fiona Stevens, Noam Zur) und durch die Förderung der Stadt Köln und des Landes NRW (zamus).

Ort: Live-Stream